Ausflugs-Tipps bergisch

Ausflugs-Tipps bergisch

Museum für asiatische Kunst in Radevormwald

Das Ehepaar Peter und Li Hardt hat sich mit dem Museum einen Traum erfüllt und zeigt auf über 500 Quadratmetern 200 Exponat. Sie stammen aus der jahrelangen Sammlung von Peter Hardt und von einem Stifter. Anfangs war der alte Bauernhof in Radevormwald nur als Lager gedacht. Doch dann sprach ein Kunstsammler Hardt an, der aus Altersgründen seine Werke gut untergebracht wissen wollte. Peter Hardt: Wir machen aus dem Hof unser eigenes Museum. Heute, sieben Jahre später, gilt das Museum als Geheimtipp im Bergischen.

Einige werden sich erinnern, dass dort kürzlich noch tibetische Mönche ein riesiges Sand-Mandala gelegt haben. Es liegt unter einer Glaskuppe, damit kein Wind es zerstört. Weitere antike Kostbarkeiten der tibetischen Kunst werden in gesicherten Vitrinen aufbewahrt. Zu finden sind weiterhin Ritualgegenstände und Kultobjekte des tantrischen Buddhismus, seltene Thangkas und buddhistische Gemälde ehemaliger Klöster Tibets.

Der Eintritt kostet unter 10 Euro. Auch Veranstaltungen sind hier möglich. Alle Infos hier.

© Radio Berg

Sinneswald in Leichlingen

Wicze Braun und Wolfgang Brudes aus Leichlingen holen Künstler aus der Region mit ihren Skulpturen in ihren „Sinneswald“. Das diesjährige Motto „Glück“ hatten sie lange vor Corona entschieden – nun erweist es sich als Glücksfall. Denn viele Menschen freuen sich über das positive Thema in der Krisenzeit.

Der Eintritt in den Wald ist frei, vom Morgengrauen bis zur Dämmerung möglich – um eine Spende wird gebeten.

Alle Infos hier.

Sinneswald – Bilder von M. Boelke

Waldelfengebiet Ründeroth

Als Anja und ihre Mutter vor etwa zwei Jahren im Wald bei einem Spaziergang eine Baumwurzel entdeckten, auf die jemand Augen geklebt hatte, fing alles an. Die kreativen Frauen bastelten rund 70 Waldwesen in den Wald hinein. Andere, ihnen unbekannte Menschen schlossen sich an – „es eskalierte“, wie Anja sagt. Aber positiv! Mittlerweile gibt es rund 100 „Skulpturen“ im Wald zu entdecken, manche offensichtlich, manche versteckt – und immer neue. Der Wald ist einen Ausflug wert!

Leider haben sich zwischenzeitlich auch weniger nette Mitmenschen dorthin begeben und es kam auch zu Vandalismus. Das ist ziemlich uncool, finden wir.

Aber, so ist das Bergische: Es haben sich auch immer sofort „Reparierer“ gefunden!

Den Wald findet man gleich, wenn man am Eingang der Aggertalhöhle in Engelskirchen vorbeigeht! Dort sind etwa drei Wege, ca. 4km Laufstrecke, mit Kindern gut zu bewältigen.

Waldelfengebiet Ründeroth (c) privat

© Radio Berg
© Radio Berg

Das Wildkräutercafé in Waldbröl-Geilenkausen

Im Kräutercafé von Astrid Saubert könnt ihr Frühstück, Mittagessen und Kuchen mit den Kräutern der bergischen Natur genießen. Neben Speisen mit Brennnesseln, Löwenzahn und Co gibt es einen kleinen Shop mit Fichtenspitzen-Pesto, eingelegten Walnüssen, Eisenkrautessig und mehr. Für Wanderer bietet das Kräutercafé einen Picknickrucksack an, mit allem, was ihr für ein gemütliches Picknick im Bergischen braucht – und natürlich heimischen Kräutern.

Außerdem veranstaltet Astrid regelmäßig Kräuterwanderungen, die bald wieder starten sollen. Bei denen lernt ihr zum Beispiel, wie sich Kräuter aus der bergischen Natur ins eigene Essen einbinden lassen, wie ihr giftige von schmackhaften Kräutern unterscheidet und wo ihr am besten suchen solltet.

Für den Sommer ist außerdem ein spezielles Angebot für Familien geplant.

Alle Infos hier.

Kräutercafé Waldbröl

Champignonzucht in Leichlingen

Peter betreibt Deutschlands wohl kleinste Champignonzucht – und das seit über 50 Jahren. In Leichlingen, direkt am Rande des Obstweges, könnt ihr erst die wunderschöne Aussicht genießen und euch dann von Peter in die Wunder der Speisepilze einführen lassen.

Für eine Führung müsst ihr mindestens zehn Leute sein und euch vorher per Telefon über die 02175 / 4282 anmelden.

Alle Infos hier.

Champignonzucht in Leichlingen

Mühlenmuseum in Odenthal-Stein

Das kleine Museum am Ufer der Dhünn steckt voller Überraschungen. Herzstück sind unzählige Modellbauten von Mühlen aus der ganzen Welt: zum Beispiel ein großes syrisches Wasserrad, ähnlich wie ein Riesenrad auf einer Kirmes, eine chinesische Windmühle, die aussieht, als würden kleine Segelboote im Kreis fahren, ein Mühlenschiff, wie es um 1200 im Rhein lag. Beeindruckend auch eine Kriegsmühle, die haben Napoleons Soldaten mit in die Schlacht genommen, um in der Not ihr eigenes Mehl mahlen zu können. Es gibt aber auch Nachbauten von heimischen Mühlen, wie von der nahezu 800 Jahre alten Steinermühle. Sie ist der Mittelpunkt der Ortschaft Stein, ihr Mahlwerk dreht sich schon lange nicht mehr, die Mühle ist mittlerweile ein Wohnhaus. Aber im Mühlenmuseum können die Besucher immer noch sehen, wie sie funktioniert hat.

Günter Blömer betreibt das Museum, er hat alle Ausstellungsstücke detailliert und funktionstüchtig nachgebaut. Manche sind höher als er selbst. Der mittlerweile 87 Jahre alte Modellbauer aus Leidenschaft stellt aber auch andere Projekte aus: zum Beispiel Bauwerke wie den Kölner Dom in Flaschen.

Führungen durchs Museum gibt es auf Anfrage. Einfach kurz vorher anrufen, sagt Günter.

Ein Besuch im Mühlenmuseum lohnt sich auch wegen der tollen Umgebung:

Das Mühlendorf Odenthal-Stein ist ein historisches Dorf mit verwunschen Gärten und uralten Häusern direkt am Jakobsweg. Ein Museumsbesuch lässt sich also gut mit einer Wanderung oder einer Fahrradtour verbinden.

Adresse: Mühlenweg 7, 51519 Odenthal

Telefon: 02202 79850

Mühlenmuseum in Odenthal-Stein

Alpaka-Tour im Oberbergischen

Seit Mitte Juli gibt es auf dem Alpaka-Zuchthof Oberberg in Nümbrecht-Geringhausen eine neue Ferien-Attraktion: der Hof bietet Wanderungen mit Alpakas an. So ungefähr anderthalb bis zweieinhalb Stunden lang kann man mit den sehr zahmen, Lama-ähnlichen Tieren aus den südamerikanischen Anden spazieren gehen. Seit Mitte Juli steht das Telefon auf dem Alpaka-Zuchthof Oberberg in Nümbrecht-Geringhausen nicht mehr still. Seitdem bietet Familie Spindler Wanderungen mit der südamerikanischen Kamelform an. Die fühlt sich hier bei uns im Bergischen super wohl. Total genügsam, mag keine Hektik, ist aber superzahm und lieb. Die kleine Mala war bei ihrer ersten Alpaka-Wanderung direkt begeistert. Und wer nicht weiß, wie so ein Alpaka aussieht, dem erklärt es Mala erstmal.

Also ein Alpaka sieht ein bisschen wie ein Lama aus, es ist nur ein bisschen kleiner und hat nicht so „Bananen-Ohren“ wie ein Lama. Die Alpakas hier sind sehr gut erzogen!

Alpakas werden übrigens wegen ihres friedlichen Charakters auch in der tiergestützten Therapie eingesetzt. Und zwar nicht nur bei Kindern. Allein schon so eine Wanderung ist auch für jeden Erwachsenen eine sehr schöne Erholung, sagt Angelika Spindler vom Alpaka-Zuchtof.

Es ist nicht nur für Kinder geeignet, es ist eben auch für Erwachsene gut, die sich einfach ein bisschen erholen möchten. So ein Alpaka hat einfach sein ganz eigenes Tempo. Wenn man hier gestresst ankommt, dann holen die Tiere einen wieder runter!

Wenn ihr Lust habt auf eine Wanderung mit Alpakas – hier geht es zum Hof. Das Angebot läuft noch bis zum Ende der Sommerferien.

alpakas 3
© Dirk Hartmann

© Dirk Hartmann

Published at Thu, 14 May 2020 11:27:01 +0000